Die zweite Nacht verlief ebenso ruhig wie die erste. Nachdem das Frühstück verzehrt und das Lunch-Paket geschmiert war, musste ich mir in Windeseile die Zähne putzen und meine Sachen packen. Dann ging es auch schon wieder los in Richtung CeBIT. Dieses Mal war leider eine Ausfahrt versperrt, so dass sich die Fahrt wesentlich länger hinzog.
Am Vortag hatten einige Kommilitonen überlegt, anstatt der CeBIT einen Ausflug zur Innenstadt von Hannover zu machen. Diese Idee wurde jedoch sehr schnell verworfen, da uns nur drei Stunden bis zur Abfahrt des Busses um 12:00 verblieben. Also begann auch der zweite Tag wieder in Halle zwei. Nachdem wir am Tag zuvor nur zu zweit unterwegs gewesen waren, liefen wir diesmal zu fünft durch die Hallen. Anfangs waren wir hauptsächlich im Spiele- und Unterhaltungsbereich unterwegs. Dies entsprach zwar nicht so meinem Geschmack, war mir aber egal: Ich hatte ja am Vortag alles gesehen, was ich sehen wollte. Leider war am Genius-Stand nichts los, sonst hätte ich ein Mal mehr mein Glück versucht.
Gegen 11:00 traf ich mich mit zwei Kommilitoninnen, die mir zeigten, was sie alles an Werbegeschenken erbeutet hatten. Spätestens beim Mousepad von
Oracle gab es für mich kein Halten mehr. Zusammen mit meinem Zimmernachbarn machte ich mich auf den Weg zu deren Stand. Unterwegs sammelte ich noch ein paar weitere Giveaways ein, auf die ich bisher nicht allzu viel Augenmerk gelegt hatte. Mein Favorit hierbei war die
DATEV, bei der es
Fisherman’s Friend gab, wenn auch nur einzelne Pastillen. So langsam lief uns die Zeit davon, wir hatten nur noch 20 Minuten, um den Stand von Oracle zu finden. Ein Kommilitone hatte uns gesagt, dass er in der Halle sei, in der wir uns befanden. Wir durchkreuzten die ganze Halle, fanden aber keinen Stand des Unternehmens. Dafür stießen wir in einer Ecke auf den Ausstellerplan der Halle, der uns schließlich doch zum Stand von Oracle brachte. Dieser war vergleichsweise winzig und war unauffällig hinter einem größeren Stand platziert. Nachdem wir uns mit ihr auf Englisch als Sprache geeinigt hatten, übergab uns die freundliche Mitarbeiterin dann auch gleich das Mousepad, sowie eine Packung Pfefferminzbonbons. Sehr freundlich!
Uns blieben noch knappe 15 Minuten, um uns durch ca. fünf Hallen zum Bus zu kämpfen. Auf dem Weg stießen wir auf immer mehr Kommilitonen, die dasselbe Ziel hatten. Genau 30 Sekunden nach 12:00 waren wir am Bus, also war alles im grünen Bereich. Die Rückfahrt verlief ohne größere Zwischenfälle, sieht man einmal von der Übelkeit eines Kommilitonen ab, so dass wir nach siebeneinhalb Stunden Fahrt wieder in Schwenningen waren. Abgesehen von der eng bemessenen Beinfreiheit im Bus, war die Rückfahrt echt in Ordnung, wie auch die Hinfahrt.
Fazit: Zusammenfassend kann man feststellen, dass sich die Tour gelohnt hat. Gefallen hat mir, dass man die Chance hatte, sich ein wenig mit den Kommilitonen aus den anderen Kursen zu befassen, zu denen ich vorher eher weniger Kontakt hatte. Die Sit-Ins in den verschiedenen Zimmern waren recht spaßig, auch wenn ich mich rückblickend ein wenig darüber geärgert habe, dass ich nicht daran gedacht hatte, mein Tabu mitzunehmen. Was mich gestört hat, war der übermäßige Alkoholkonsum einiger Kommilitonen und dessen Folgen. War das denn wirklich alles so schlimm, dass man sich ständig hemmungslos zuschütten muss???
Die CeBIT war für mich einfach einen Tick zu groß. Es waren einfach zu viele Aussteller, die man gar nicht alle durchbekommen konnte. Die Vorträge fanden alle mitten im Getümmel statt, so dass man oft Mühe hatte, die Referenten zu verstehen. Leider hatte ich auch nicht mitbekommen, dass es wohl auch einen Konferenzbereich gegeben hatte, in dem sich unsere begleitende Lehrkraft ausgiebig am Büffet bedient hatte. Wahrscheinlich hätte mir die CeBIT ein wenig mehr gebracht, wenn ich mit einem konkreten Ziel dorthin gegangen wäre, über das ich mich hätte informieren wollen. So hat sie mir zwar einige sehenswerte Vorträge zu verschiedensten Themen eingebracht, war aber nicht in der Lage mich derart zu begeistern, dass ich sie unbedingt noch einmal besuchen muss.
Update: Mittlerweile habe ich meine Fotos hochgeladen, ihr findet sie bei Flickr .
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