Vor ungefähr einem Jahr setzte ich mich in einem Eintrag damit auseinander, ob ich mir vorstellen kann, Geld für Webdienste zu bezahlen. Damals liebäugelte ich mit Bezahl-Accounts bei Xing (Studi.VZ für Profis), LibraryThing (Bücherverwaltung und -community) und Flickr (Fotoverwaltung und -community).
Was ist seit dieser Zeit passiert?
Xing
Für eine professionellere Jobsuche (was immer das heißen mag) leistete ich mir im April die erste vierteljährliche Pro-Mitgliedschaft. Nach dem Ablaufen habe ich sie natürlich prompt verlängert. Die Suchfunktion über alle Stichworte ist schon eine tolle Sache. Die Möglichkeit des Nachrichtenversands ist, besonders bei Leuten, die keine E-Mailadresse angegeben haben, auch sehr praktisch. Da sich mein "Jobproblem" inzwischen erfolgreich gelöst hat, muss ich mir wohl überlegen, ob ich wieder verlängere. Alternativ kann ich natürlich auch einfach warten, bis ich mal wieder eine der Profi-Funktionen benötige - das Freischalten geschieht ja sofort.
LibraryThing
Bedingt durch Tauschdienste, wie BookMooch und Tauschticket, stieß meine Bibliothek bei LT bald an die kostenlose Grenze von 200 Büchern. Anfangs hatte ich nur "zeigenswerte" Exemplare eingetragen und den Rest weiterhin in meiner Access-Datenbank verwaltet. Da ich aber irgendwann einmal unabhängig von Windows sein will, stand mir die DB im Weg. "Was sind schon 25,00 Euro für eine lebenslange Mitgliedschaft", dachte ich mir dann und schlug zu. Heute bin ich bei 305 erfassten Büchern. Die Taggingfunktion ist mir dabei als äußerst hilfreich aufgefallen. Mir ihr konnte ich z.B. alle Bücher markieren, die ich vertauschen will. Dies wäre in Access sehr schwierig geworden.
Flickr
Die letzte Mauer, sie bröckelt: Ich hatte gelaubt, dass ich bei Flickr keine Probleme bekommen würde, solange ich bereit wäre, auf mehr als drei Sets insgesamt und mehr als 200 MB Upload monatlich zu verzichten. Was musste ich da neulich in meinem Account feststellen? Bei über 200 Bildern fangen die an, von unten die älteren Bilder auszublenden. Das ist ärgerlich. Das Uploadlimit passt auch nicht unbedingt zu meinem brandneuen schmalen Breitbandanschluss.
Fazit
Ich musste einsehen, dass das Marketing einiger Web-2.0-Dienste wohl doch besser funktioniert, als ich es mir wünschen würde. Hat man sich erst einmal an diesen ganzen Quatsch gewöhnt, will man ihn einfach nicht mehr missen. 
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