Vor ein paar Tagen hat sich ein Studienkollege neben mir in der Mittagspause einen neuen Locher gekauft. Natürlich war dieses Gerät sofort in den hinteren Reihen des Klassenzimmers verschwunden, sobald diese von seiner Existenz erfahren hatten - es waren schließlich gerade ungelochte Skripte ausgeteilt worden.
Was allerdings noch auf dem Tisch lag, war die Verpackung dieses Prachtexemplars aus dem Hause Leitz. Bei näherer Betrachtung entdeckte ich eine interessante Abbildung auf deren Unterseite: Dort wurde ein Blatt erst einmal gelocht, gewendet und ein weiteres Mal gelocht. Was sollte das? Richtig! Es war die Anleitung zum vierfachen Lochen. Die Schiene am Locher musste hierzu auf die Position 888 eingestellt werden (siehe Abbildung).
Zufällig hatte ich vor einiger Zeit ein paar 4-fach-Ringbücher geschenkt bekommen, für die ich - mangels Locher - noch keine Verwendung gefunden hatte. Ein Blick auf meinen Locher zeigte mir, dass dieser leider nicht über die Markierung 888 verfügt. Schade. Ich fand jedoch die Einstellung 3x8, die - welch Glück - demselben Zweck dient, nämlich mit einem 2-fach-Locher vier Löcher erzeugen zu können. Nun gammeln diese Ringbücher fortan nicht mehr im Regal herum, sondern können - meinem Kommilitonen sei Dank - endlich sinnvoll eingesetzt werden, z.B. für GTD.
PS: Was wohl diese drei Achten bedeuten mögen?
Update: Als ich im Dezember meine neue Stelle antrat, bekam ich doch tatsächlich einen Leitz-Ordner in Originalverpackung:
