Die erste Session, die ich während des BarCamp Offenburg besuchen durfte, wandte sich speziell an die Neulinge des Formats, zu denen neben mir immerhin gut ein Drittel der ca. 100 Teilnehmer gehörte. Präsentiert wurde die Session von Florian, Sebastian und Oliver, die eine ausgewogene Mischung aus Historie, Gesellschaftsanalyse und HowTo zum Besten gaben:
Grundlagen
Die Instution
BarCamp als solche ist eine Konkurrenzveranstaltung zum
FooCamp (beide mit Bezug auf die
metasyntaktischen Variablen foo und bar). Ein BarCamp als solches behandelt alles rund um
Web 2.0. Mittlerweile gibt es allerdings auch Themen-BarCamps, die alle Facetten eines Schwerpunkts abdecken wollen (Bildung, Politik, Gesellschaft). BarCamps sind meist kostenlos und werden durch Sponsoren finanziert. Eine Übersicht über geplante BarCamps findet sich auf
barcamp.org. Im Ausland wird auch auf dem Camp übernachtet (campen und so ...

), in Deutschland ist das eher problematisch wegen Vorschriften bezüglich Toiletten, Versicherung, usw.
Oliver außerdem erzählte vom BarCamp in London: Es fand im dortigen Hauptquartier von Google statt, war relativ technisch und hatte Schlafmöglichkeiten, die nach Geschlechtern getrennt waren.
Empfehlungen aus der Session
- Der Sonntag ist auch wichtig, weil dort oft spontante Sessions von Neulingen veranstaltet werden.
- Apell: Benutzt die Wunschliste für Sessions, woher soll sonst jemand erfahren, dass ihr "sein Thema" hören wollt?
- Sessions sind meist keine trockenen Vorträge, sondern finden im Normalfall eher in lockeren Gesprächsrunden statt.
- Apell: Missbraucht das BarCamp nicht als Werbeplattform. Wer sich viele Sessions anschaut, kann auch über seine Projekte reden. "Nur kommen, Wissen abschöpfen und wieder gehen" ist dagegen sehr verpöhnt.
- Der Großteil dieser Tipps stammte von Johannes, der weitere Hinweise für Neulinge in einem eigenen Beitrag veröffentlicht hat. Diesen hatte ich sogar zufällig einen Tag vor dem Camp gelesen.
Fazit
Die Session scheint ein Muss für alle Neulinge zu sein. Ich fand sie zwar interessant, hatte aber ein Problem damit, dass mir dafür viele andere spannende Sessions entgangen waren. Der Blick auf das Session-Grid, den ich zu meiner Schande erst gerade eben gewagt habe, zeigte mir allerdings, dass nur eine weitere Session parallel angeboten worden war: Getting Things Done (1/2) von A-Blogger Oliver Gassner. Da ich den zweiten Teil durch meine Abwesenheit sowieso verpasst hätte, kann ich damit leben. Außerdem durfte ich Oliver (rosa Hemd auf dem Foto) glücklicherweise in einer späteren Sitzung noch erleben, doch dazu an anderer Stelle mehr ...
PS
Ich habe gerade gesehen, dass der Wikipedia-Artikel zu BarCamps in der aktuellen Version einige dieser Infos ebenfalls gut vertragen könnte ...
Updates
2. Mai 2007: Bin gerade über die Links von Tobias gestolpert und habe erstmal gelesen, was Getting Things Done eigentlich ist. Mist! Da habe ich doch sehr viel verpasst

3. Mai 2007: Weitere Themen-BarCamps finden sich beim Medienrauschen.
Nun will ich doch endlich einmal erzählen, warum hier in den letzten beiden Monaten weniger geschrieben wurde, als davor. Ein Grund dafür mag sicherlich meine Diplomarbeit bzw. die anstehenden Diplomprüfungen im August und September sein. Aber es gibt noc Kommentar (1)
Aufgenommen: Jul 16, 20:02