Bevor ich gleich todmüde ins Bett falle (bin ja immerhin heute Morgen gegen 4:30 aufgestanden), hier noch meine ersten Eindrücke zum BarCamp Offenburg, der ersten Unkonferenz, der ich, wie gestern erwähnt, beiwohnen durfte:
- Burda ist spendabel: Großes Frühstück, Schnitzel mit Pommes und Freigetränke (Coke, wo es woanders nur Kaffee und irgendwelche komischen Fruchtsäfte gibt)
- In Gesprächen mit Teilnehmen frage ich nur sehr selten, wo die Leute herkommen. Ist ja egal - wir wohnen alle im selben Netz.
- Dinge nebenher am Notebook machen ist ok. Da können sich einige Vorlesungen ein Stück von abschneiden

- Fotografieren scheint (meist) kein Problem und muss wohl nicht extra erlaubt werden. (siehe hier, hier und hier). Beliebte Reaktion von anderen Fotografen ist allerdings, einen gleichzeitig zu fotografieren.
- Wer lesen kann und dies auch tut, ist klar im Vorteil. In den mixxt-Mails stand drin, dass es Frühstück gibt. Pech für den, der sich im Hotel oder an der Tanke vorher schon den Bauch gefüllt hat.
- Über den Bedarf an Sessions wird demokratisch entschieden. Kein Publikum - keine Session (zumindest keinen offiziellen Platz dafür). Gelegentlich werden dann aber auch Sessions zusammengeworfen.
- Wer eine Session halten will, sollte schnell sein, sonst sind keine Plätze mehr frei.
- Es gibt immer jemanden, der noch nerdiger (gilt da auch ein iPod-Shuffle?) ist, als man selbst.
- Vermutlich kennt niemand alle Buzzwords und Abkürzungen, die so beim Vorstellen der Themen für die einzelnen Sessions fallen.
- Der Kick beim Ansagen meiner ersten Session erinnerte mich an die Genius-Promoterin bzw. sogar an das erste Mal Kondome kaufen.
Soviel zu meinen Erfahrungen im direkten Zusammenhang mit dem Camp. Daneben habe ich während und neben den Sessions allerlei gelernt, das ich vermutlich ausführlich in mehreren Einzelpostings verarbeiten werde. Ein paar Dinge will ich aber schon einmal ganz ohne Kontext (den gibts dann vielleicht in den einzelnen Beiträgen) loswerden:
- "Die Prozessoren der alten iBooks hatten eine Macke. Die haben sich selbst ausgelötet" - Markus Bischoff (so ungefähr, hat mir jemand nen Bloglink?)
- yigg.de hat eine Tagcloud für Leute, die von anderen Benutzern ignoriert/geblockt werden.
- Die Chinesen betrachten Kopieren als Lernprozess zum Erreichen der höchsten Perfektion im Handwerk (taten sie zumindest früher in Zeiten der Kaligraphie)
- Den Job von Head-Huntern kann man moralisch als ähnlich verwerflich betrachten, wie den mancher SEOs (muss man aber nicht!!!)
- Xing wollte im chinesischen Markt Fuß fassen. Das X spricht sich dort mit gleicher Betonung wie das in LaTeX.
- Den Roger spricht man als Roché aus (schreibt man das so?)
- yigg.de ist (nach eigener Aussage) viel größer als ShortNews, die übrigens inzwischen nicht mehr zum
Spiegel Stern gehören.
- Es gibt Mannschaftssportarten beim Frisbee
- Drupal ist wesentlich mehr Social Software als ein reines CMS
- Smarty ist eigentlich gar nicht so toll.
Abschließend kann ich noch sagen, dass ich gerade so mit meinen 20 A4-Schmierblättern hingekommen bin und ich jetzt schon nicht weiß, wie ich das ganze Papier verarbeitet bekomme. Was hätte ich dann bei zwei Tagen gemacht? Da ich für den Moment erstmal mental am Ende, aber total happy bin, ist es auch nicht so schlimm, dass ich morgen nicht mehr nach Offenburg fahren kann.
Kommentar (1)
Aufgenommen: Apr 28, 03:36
Die erste Session, die ich während des BarCamp Offenburg besuchen durfte, wandte sich speziell an die Neulinge des Formats, zu denen neben mir immerhin gut ein Drittel der ca. 100 Teilnehmer gehörte. Präsentiert wurde die Session von Florian, Sebastian un Kommentare (2)
Aufgenommen: Mai 01, 20:25
Kai Nehm während der SessionDie zweite Session, die ich während des BarCamp Offenburg besuchte, sollte die Frage klären, was die Einführung von Werkzeugen aus dem bisher größtenteils privat genutzten Web-2.0-Bereich in Unternehmen bewirken könnte. Gehalte Kommentare (2)
Aufgenommen: Mai 03, 15:44