Gestern Abend war ich mit meiner Freundin zum zweiten Mal auf einem P!nk-Konzert in Freiburg, zu dem ich hier gerne ein paar Worte verlieren will:
- Vorband: Die Vorgruppe Evermore hatte es mit dem Publikum nicht leicht. Trotzdem gelang es ihnen am Ende ein wenig Stimmung zu machen. Das lag nicht zuletzt an der kurzen Black-Eyed-Peas-Einlage: ''I Gotta Feeling''.
- positiv: gute Show, bunte Kostüme, gut gelaunte Künstlerin die „ihren Kater von Vorgestern bezwungen hatte“, Platz mit guter Sicht, erschwingliche Posterpreise und die Bohemian Rhapsody.
- negativ: sehr abruptes Ende (nicht einmal die Drumsticks wurden geworfen), der Power-Song Trouble als Klavierversion, ein mir nicht bekanntes Cover von Led Zeppelin und zu viel Sex in Show und Kostümen (oder dem, was davon übrig war).
- enttäuschend: Das Publikum. Um mich herum sang bei vielen Songs des aktuellen Albums Funhouse kein Mensch mit. Von Klatschen und Hüpfen brauche ich da gar nicht zu reden. Bei den Balladen sah ich nur Digitalkameras und Fotohandys und lediglich ein weiteres Feuerzeug. Hat sich das Verhalten bei Konzerten in den letzten Jahren so verändert oder bin ich einfach verwöhnt von den Toten Hosen?
- Fazit: Die depressive Grundstimmung des Albums brachte sie glücklicherweise nicht herüber, daher waren Show und Musikauswahl durchaus gelungen. Mit diesem lahmen Publikum und dem merkwürdigen (an anderer Stelle ja durchaus passenderen) Finale finde ich es allerdings gar nicht so „Schwer vorstellbar, dass jemand unzufrieden die Rothaus-Arena verließ“, wie das die Badische Zeitung heute schrieb.
Update vom 28. November 2009: Mittlerweile hat die Vorgruppe Evermore ein Bild vom Publikum getwittert.