Nach den gestrigen Scrum-Notizen hier gleich der Mitschrieb zur nächsten Session vom Ulmer Open Space. Leider gab es in der Session keinen wirklichen Vergleich zwischen den beiden MVC-Frameworks, da niemand der Anwesenden gleichzeitig beide so richtig gut kannte. Trotzdem empfand ich einige Fakten aus der Session als relativ interessant:
- Ziel muss immer sein, die Logik in den Views minimieren
- MS MVC ermöglicht Austausch von Controllern und View-Engines
- weitere Viewengines sind z.B.: NHaml (.NET-Port der bekannten Rails-Engine) und Sparkview
- Webforms sind ebenfalls als Viewengine nutzbar (aber ohne Lifecycle)
- Lock-In-Effekt ist größte Gefahr bei Wahl der Viewengine
- gute Viewengines erlauben Nutzung typisierter Models
- NVelocity-Views zeigen $Variable, wenn selbige nicht gefüllt ist
- Quelltext nach $ durchsuchen zur automatisierten Fehlersuche
- ASP-View von Monorail kann IntelliSense, MS MVC auch
- Microsoft MVW beherrst ASP Dynamic Data, mit dem man schnell CRUD-Formulare erzeugen kann
- Deployment von MS MVC in bin oder GAC möglich
- Server startet in bestimmten Fällen neu (u.a. bei Änderung zu vieler Dateien)
- Dateiendung muss an ASP.NET übergeben bzw. dafür registriert werden
- Seiten ohne Endung: Bilder und Javascripte explizit per StaticFileHandler bearbeiten, um die Performance zu verbessern.
- Microsofts Lösung kann mit MvcContrib sinnvoll erweitert werden
- Beispiel zum MVC-Framework von Microsoft, das Albert dann ausführlich in einer separaten Session vorstellte.
Fazit: Es gibt keine technischen Gründe, sich für oder gegen Castle Monorail zu entscheiden. Langfristig ist aber (leider?) davon auszugehen, dass es mehr Tools, Support und Community-Angebote für das Microsoft Framework geben wird.
Nach dem "Kampf" von Castle Monorail vs. Microsoft MVC geht es heute um Inversion of Control bzw. Dependency Injection. Hier also meine Notizen zu diesem spannenden und häufig unterschätzten Thema: Klasse bezieht von ihr genutzte Klassen Kommentar (1)
Aufgenommen: Jul 15, 13:38